Onlinevideo


Übertragung mittels Videoeingang

Zu Zeiten von VHS und Video8 (bzw S-VHS und Video Hi8) waren Videodaten analog auf Magnetband gespeichert. Um diese in einem PC zu bearbeiten, müssen sie digitalisiert werden.

Dies wird von einem Framegrabber (auch Videograbber genannt) übernommen. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterungskarte, die in den Computer eingebaut wird oder um eine externe Box, die z.B. per USB an den PC angeschlossen werden. Beide Lösungen bieten zumindest einen Anschluß für ein Videosignal (Cinch und/oder S-VHS-Buchse), der Ton wird dann über die vorhandene Soundkarte aufgezeichnet.

Das Video muss in Echtzeit in den PC überspielt werden, das bedeutet, für eine Stunde Material wird auch eine Stunde Überspielzeit benötigt.

Analoge Videokameras sind heute nicht mehr gebräuchlich, so dass diese Form der Videoeinspielung in der Regel nur noch für ältere Videobestände notwendig ist.

Digitalisierung
Den Vorgang der Digitalisierung kann man am Beispiel eines Längenmaßes erläutern. Eine Linie mit der Länge l verbindet die Punkte A und B. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Länge zu bestimmen. Um die Länge der Linie zu messen kann man einen Bindfaden entlang der Linie abrollen und zwischen den Punkten A und B beschneiden. Die Länge des Bindfadens repräsentiert jetzt genau die Länge der Linie, der Bindfaden ist zur Kopie des Längenmaßes geworden. Der Bindfaden kann jetzt transportiert und an anderer Stelle ausgelegt werden, um die Linie zu reproduzieren. Von dem Bindfaden können durch das vorbeschriebene Procedere weitere Kopien angefertigt werden. Der Kopiervorgang ist genau aber empfindlich für Störgrößen. Zum Beispiel könnte der Bindfaden durch Umwelteinflüsse seine Länge verändern. Weitere Kopien des Fadens würden diesen Fehler mit Kopieren. Um das Längenmaß zu übermitteln, muss der Bindfaden selbst als Repräsentant der Länge übermittelt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, ein Lineal mit genau festgelegten Einteilungen an die Linie anzulegen und die Länge vom Lineal abzulesen. Der abgelesene Zahlenwert repräsentiert die Länge der Linie. Um die Linie an anderer Stelle zu reproduzieren, muss der Zahlenwert an einem Lineal abgezeichnet werden. Der Zahlenwert kann (zum Beispiel mündlich) übermittelt werden, ohne eine physikalisches Medium zu übertragen. Es können leicht beliebig viele Kopien des Zahlenwertes angefertigt werden. Die Kopien sind weitestgehend unanfällig für Störgrößen. Allerdings ist die Kopie ungenau, wenn die Linie nicht zufällig exakt eine Länge hat, die auf dem Lineal angegeben ist. In unten stehendem Beispiel ist die Linie länger als 3,9cm aber kürzer als 4,0cm., das Lineal zeigt aber keine kleinere Einteilung. Auch wenn das Lineal kleinere Einteilungen zeigen würde, könnte die Länge der Linie immer zwischen zwei Einteilungen liegen. Dieser Fehler bei der digitalen Bewertung der Länge (Quantisierungsfehler) entsteht praktisch bei jedem Digitalisierungsvorgang.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung

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