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Quelle:sxc.hu

Videoformate

Die riesigen Datenmengen eines Videos – ein 1-Sekunden-Video in Fernsehauflösung braucht ca. 33 MB im Rohformat (siehe Kasten) – sind ziemlich unhandlich und würden hohe Kosten für die Speicherung verursachen.

Natürlich kann man auch die Bildgröße verkleinern, damit weniger Speicherplatz nötig ist. Deshalb werden Webvideos auch meist nicht in Fernsehauflösung gespeichert, sondern zum Beispiel in der halben Auflösung. Allerdings verliert man damit auch Bildinformationen, Details sind schlechter oder gar nicht mehr erkennbar. Und eine alleinige Reduktion der Größe hilft auch noch nicht genügend weiter: Im obigen Beispiel kämen wir dann immer noch auf gute 16 MB pro Sekunde.

Hier kommen nun Komprimierungsverfahren ins Spiel. Sie ermöglichen es, mehrere Sekunden Video in einem Megabyte unterzubringen.

Vereinfacht gesagt werden dabei nach bestimmten mathematischen Verfahren unwichtige Daten entfernt und sich wiederholende Informationen platzsparend zusammengefasst (komprimiert). Bei der Wiedergabe müssen die ursprünglichen Daten aus den komprimierten Daten wiederhergestellt werden, dies nennt man Dekomprimierung.

Speicherbedarf eines Bildes
Im Rohzustand benötigt
ein einzelner Bildpunkt
3 Byte = 24 Bit, um die
Farbwerte zu speichern.
Ein Bit ist die kleinste
Informationseinheit
und kann eine 0 oder 1 sein.
Ein Bild in Fernsehauflösung
benötigt demnach im Rohzustand
768*576(Bildpunkte)*3(Byte)
= 1.327.104 Byte,
also etwa 1,3 Megabyte.
Zum Vergleich:
Auf eine Diskette passen
1,44 Megabyte, auf eine CD 650MB.
Das ganze muss dann noch mit
25 multipliziert werden, da wir
25 Bilder pro Sekunde brauchen.

Das Problem ist allerdings, dass es nicht nur eine Form der Komprimierung gibt, sondern eine Vielzahl. Denn je nach Anwendungszweck und Qualitätsanspruch ist mal die eine Variante, mal die andere besser geeignet.
Die für die bei der Aufnahme notwendige Software zur Komprimierung (Codierung) ist natürlich auch für die zur Wiedergabe notwendige Dekomprimierung (Decodierung) notwendig und wird daher als Codec bezeichnet (für CodiererDecodierer).

So ergibt sich folgende technische Falle: Wenn der notwendige Codec nicht auf dem wiedergebenden Computer installiert ist, kann das Video folglich auch nicht wiedergegeben werden. Daher sind die gängigsten Codecs oft mit dem Betriebssystem des Rechners vorinstalliert.
Kann ein Video nicht wiedergegeben werden, so muss der passende Codec nachträglich installiert werden – wozu man natürlich wissen muss, welcher das ist.

Ein weiterer Stolperstein ist die "Verpackung" der Videodaten, da diese ebenfalls in einem unterschiedlichen Format vorliegen können. Gängig sind zum Beispiel avi, mpeg, flv oder mp4. Diese "Datencontainer" sind allerdings sehr leicht an der jeweiligen Dateiendung erkennbar.

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Bearbeiten · Historie · Hochladen · Aktuelle Änderungen · Druckansicht · Intern · Zuletzt geändert am 04.07.2008 17:26 Uhr