Onlinevideo



Quelle: sxc.hu

Videochat

Die Kommunikation über das Internet war lange Zeit textbasiert, denn Textdaten sind vergleichsweise klein (bzw. leicht komprimierbar) und einfach übertragbar.

Kurze Geschichte des Chats

Bekannte Dienste zur Übertragung von Texten im Internet sind eMail und das WWW. Sie haben allerdings den Nachteil, dass die Kommunikation asynchron in eine Richtung erfolgt: Der Sender schreibt eine Mail (oder erstellt eine Internetseite), schickt sie an den Empfänger (stellt die Seite auf einen Server online), und der Empfänger kontrolliert irgendwann sein Postfach und empfängt die Mail (oder ruft die Internetseite auf). Wann der Empfänger die Mail erhält und liest, kann der Sender nicht im Voraus wissen, denn er weiß ja nicht, wann der Empfänger online ist. Dass geantwortet wurde erkennt der Sender einer eMail erst dann, wenn er sein Postfach auf einen Maileingang kontrolliert (Webseiten "kommunizieren" nur in eine Richtung).

Die synchrone Version zur eMail ist der Chat. In der Anfangszeit war auch er rein textbasiert. Der klassische Chat findet in einem Chat-Raum statt. Das ist ein virtueller, öffentlicher Raum, in den man sich z.B. mit einem Webbrowser einloggt und in dem meist nur eine begrenzte Anzahl Nutzer gleichzeitig sein können. Von einem Privatchat abgesehen kann jeder in dem Raum mitlesen, was andere dort schreiben. Mehr zu Chats


Multiprotokoll-Client Gaim
Quelle: Wikipedia

1996 startete mit ICQ der erste moderne Sofortnachrichtendienst(Instant Messenger), mit dem es möglich wurde, zu sehen, ob ein Partner gerade online ist (ohne einen spezifischen Chat-Raum im Internet aufzusuchen) und sich mit ihm in Echtzeit textbasiert zu unterhalten. Weitere Instant-Messaging-Netzwerke entstanden, z.B. AOL Instant Messenger (AIM), Microsoft Network Messenger (MSN), Yahoo Messenger und einige mehr. Lange Zeit konnte man nur Nachrichten innerhalb eines Netzwerkes versenden, dies änderte sich in letzter Zeit zum Teil, indem verschiedene Netzwerke miteinander kooperieren.

Chats werden multimedial

Verbunden mit der Verbreitung schneller, preisgünstiger Internetzugänge und Pauschaltarife, wurden die Internet-Messenger weiterentwickelt. Neben der Möglichkeit, Dateien zu versenden, kam als nächstes die Möglichkeit der Audiokommunikation – Telefonie über Internet. Besonders bekannter Vertreter hierfür ist Skype.

Die Kommunikation via Video ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Heute bieten alle größeren Instant-Messaging-Netzwerke die Möglichkeit, in allen Varianten zu kommunizieren: Per Text, Bild, Ton und Video. Die ebenfalls kostenfrei verfügbare Software ooVoo ermöglicht sogar Videokonferenzen mit 3 Teilnehmern in der kostenlosen Variante. Bis zu 6 Teilnehmer sind möglich. Skype hingegen legt den Schwerpunkt auf Audiokonferenzen - mit bis zu 10 Teilnehmern in der kostenlosen Version.

Wichtiger Hinweis zu den verschiedenen Netzwerken

Jede Software unterliegt Nutzungsbedingungen - die gerne überlesen und "weggeklickt" werden. Es empfiehlt sich aber dennoch, sich genauer hierüber zu informieren. So ist zum Beispiel im Fall ICQ nicht immer klar, wie mit der Vertraulichkeit und Verwertung der gesendeten Daten umgegangen wird.

Viele Netzwerke verwenden eigene (proprietäre) Protokolle zur Nachrichtenübermittlung, die nicht veröffentlicht sind. Dies hat den Nachteil, dass man nicht genau weiß, wie z.B. Skype im Detail funktioniert. Der Grund ist, dass die Netzwerke sich über Werbung (innerhalb der Chat-Software sichtbar) finanzieren und daher gerne einen großen Nutzerkreis an sich binden. Aus eben demselben Grunde sind sogenannte Multiprotokoll-Clients von den Netzwerk-Betreibern nicht gern gesehen. Hier handelt es sich (zumeist um kostenfreie) Software, die mehrere Chatnetzwerke in einem Programm vereinen. Der Nutzer kann also über nur ein Programm gleichzeitig ICQ, AIM, MSN, Yahoo, Gadu-Gadu, Jabber und viele weitere Netzwerke nutzen. Beispiele hierfür sind Trillian oder Miranda. Diese Programme unterstützen aber nicht immer alle zusätzlichen Funktionen der Originalsoftware.


Quelle: sxc.hu

Links zu bekannten Instant-Messenger-Netzwerken

Schwerpunkt Videokonferenz

  • ooVoo bietet Videokonferenzen mit 3 Teilnehmern kostenlos, bis zu 6 möglich >>Mehr Info

Schwerpunkt Telefonie

  • Skype bietet Telefonkonferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern, Videochats mit einem Partner >>Mehr Info

Weitere proprietäre Netzwerke

  • ICQ Einer der ersten Messenger, gehört mittlerweile zu AOL und kann daher auch Verbindung zu AIM-Nutzern aufnehmen >>Mehr Info
  • AIM AOL Instant Messenger, hat ICQ aufgekauft, ein Nachrichtenaustausch ist daher möglich >>Mehr Info
  • Yahoo! Messenger Bietet auch Chat über den Browser ohne zusätzliche Software, kooperiert mit Windows Live Messenger (Microsoft), Textnachrichten können zwischen diesen Netzwerken ausgetauscht werden >>Mehr Info
  • Windows Live Messenger Nachfolger des MSN-Messengers, Microsoft kooperiert mit Yahoo!, Textnachrichten können zwischen diesen Netzwerken ausgetauscht werden >>Mehr Info

Freie Netzwerke und Multi-Protokoll-Clients

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