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Quelle: sxc.hu

Videokonferenz + Videochat

Was vor nicht allzu langer Zeit nur professionellen Anwendern möglich war ist mittlerweile für jeden möglich, der über einen DSL- oder ISDN-Zugang zum Internet und einem Standard-PC verfügt: Die Videokommunikation in Echtzeit, auch als Videotelefonie oder Videokonferenz (bei mehreren Teilnehmern) bezeichnet. Einziges benötigtes Zusatzgerät ist eine WebCam.

Es gibt mehrere Möglichkeiten der Videokommunikation:

  • Windows-Nutzer können das mitgelieferte Programm Netmeeting verwenden, um eine Audio-/Videokommunikation mit einem Partner zu führen
  • Die kostenlos nutzbaren Instant-Messenger-Netzwerke wie ICQ, AIM, YAHOO, SKYPE, ooVoo bieten seit geraumer Zeit die Möglichkeit mit einem oder mehreren Partnern in Echtzeit mit Videoübertragung zu kommunizieren
  • Darüber hinaus gibt es professionelle Systeme wie Adobe Connect, die Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmerm über einen einfachen Webbrowser – also ohne Zusatzsoftware – ermöglichen

Die Videokonferenz ist eine synchrone Form der Onlinekommunikation. Synchron bedeutet hier, dass die Informationen in Echtzeit ausgetauscht werden, der Empfänger sieht also (mit geringer Zeitverzögerung) das, was der Sender sendet. An einer Videokonferenz nehmen mindestens zwei Personen teil, die sich gegenseitig sehen und hören können.

Videokonferenzen stellen hohe Anforderungen an den Computer (Rechenleistung) und die Übertragungswege (hohe Datenmengen müssen möglichst verzögerungsfrei und schnell zum Empfänger transportiert werden). Daher war die Videokonferenz (wie die Bewegtbildübertragung generell) lange Zeit nur eine professionelle, teure Anwendung. Mit Aufkommen der schnellen DSL-Internetzugänge mit Pauschaltarifen und leistungsfähigen, günstigen Rechnern, ist eine Bewegtbildkommunikation heute keine Kostenfrage mehr (Gute WebCams gibt es für 20€), sondern eine Frage der Software.

Recht bekannt ist die Software "Skype", die Telefonate übers Internet ermöglicht und seit einiger Zeit eben auch die Übertragung von Bewegtbildern. Auch ursprünglich reine Chatprogramme (Instant Messenger) wie ICQ, MSN, AIM oder Yahoo! Messenger unterstützen nicht mehr nur die rein schriftliche Kommunikation, sondern ebenso audiovisuelle Kommunikationsmöglichkeiten.

Das schöne daran: Diese Programme sind kostenlos, sie werden über kleine Werbeflächen finanziert. Der Nachteil: Die Kommunikationspartner müssen im selben Netzwerk sein. Man müsste also mehrere Programme installieren, denn wer nur ICQ verwendet kann damit einen Skype-Nutzer nicht erreichen und umgekehrt. Allerdings verschmelzen die verschiedenen Netze mittlerweile teilweise miteinander. Und es gibt Programme von Drittanbietern, die die Protokolle mehrerer Netzwerke unterstützen - oft allerdings nur mit eingeschränkten Funktionen. Mehr darüber ist unter dem Punkt Videochat zu finden

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