Soziale Arbeit im Internet


Jugendcommunities

Unter "Jugendportalen im Internet" werden hier Online-Angebote verstanden, die sich an Jugendliche richten und eine pädagogische Intentionen verfolgen. Die Fülle an kommerziell orientierten Online-Angeboten sowie das weite Feld der selbstorganisierten Onlinecommunities (Webcommunities, die um ein Thema zentriert sind, Weblogs, Communities für die Publikation wie z.B. flickr.com oder youtube.com etc.) bleiben hier ausgespart.

Jugendportale in diesem Sinn zeichnen sich dadurch aus, dass sie Jugendlichen den Zugang zu jugendspezfischen Informationen ermöglichen sowie die Kommunikation zwischen Jugendlichen sowie zwischen Jugendlichen und (pädagogischen) Institutionen anzuregen suchen. In diesem Sinn fördern Jugendcommunities auch persönliche Beziehungen.

Beide Aspekte, die Bereitstellung von Informationen wie auch das Anregen von Kommunikationsprozessen, stehen unter der Leitvorstellungen der Jugendarbeit, Jugendlichen Unterstützung bei der Identitätsarbeit zu bieten. Jugendcommunities stellen hierfür Orientierungs- sowie Partizipationsangebote bereit. Beide Aspekte werden in den einzelnen Jugendcommunities in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlichen Formen realisiert. Der größte Teil der Jugendportale ist regional orientiert, da der größere Teil des Informationsbedarfs von Jugendlichen regional bezogen ist und der regionale Bezug auch den direkten persönlichen Kontakt zwischen den Teilnehmer/innen erleichtert. Indem Jugendcommunities zwischen registrierten Nutzern und Gästen unterscheiden, füördenr sie die soziale Differenzierung zwischen innen und außen, was als Voruassetzung für das Erleben einer Gemeinschaft und soziale Binnendifferenzierung angesehen werden kan.

Neben regional orientierten Portalen gibt es auch themenspezfische Portale mit überregionalem Informationscharakter.

Für die erfolgreiche Umsetzung der pädagogischen Intentionen müssen Jugendportale einige Voraussetzungen erfüllen. Das Informations- und Partizipationsangebot muss jugendgerecht, attraktiv und unterhaltsam aufbereitet sein. Hierbei spielt insbesondere die Aktualität der Informationen und Angebote eine wichtige Rolle. Ein Portal muss darüber hinaus eine Mindestzahl an aktiven Teilnehmer/innen aufweisen, um dauerhaft akttraktiv zu bleiben.

Jugendportale wurden insbesondere von Wilfried Marotzki in mehreren Studien untersucht (Literaturquellen). Marotzki nennt als Merkmale virtueller Communities eine Leitmetapher, ein Regelwerk, Kommunikationsstruktur, Informationsstruktur und Präsentationsstruktur sowie Partizipationsstruktur und Differenzierung von Innen und Außen. --> Links zu Jugendportalen

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