Videopraxis


Schärfentiefe

Die Schärfentiefe ist ein Mittel, um bildwichtige Elemente hervorzuheben, somit die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu lenken und ihn nicht mit einem detailreichen Hintergrund zu überfordern.

Die Schärfentiefe gibt den Bereich vor und hinter der Schärfenebene des Bildes an; mit Hilfe von Zoomoptik, Blende und Entfernung zum Objekt kann sie verändert werden.

Die Größe dieses scharfen Bereiches ist von mehreren Faktoren abhängig:

  • Eine kleinere Blendenzahl (größere Blendenöffnung!) bringt eine kleinere Schärfentiefe
  • Eine größere Brennweite bringt eine kleinere Schärfentiefe
  • Eine kleinere Entfernung zum Objekt (zur Schärfeebene) bringt eine kleinere Schärfentiefe

Die Schärfentiefe ist unabhängig von der Verschlusszeit! Die Verschlusszeit wirkt sich auf die Bewegungsschärfe aus. Werden schnell bewegte Objekte fotografiert, so verwischt die Abbildung auf dem Film, wenn die Verschlusszeit nicht kurz genug war. Sie erscheinen dadurch unscharf bzw. verschwommen.

Schärfentiefe oder Tiefenschärfe ?

Umgangssprachlich wird auch von Tiefenschärfe gesprochen, korrekt ist jedoch Schärfentiefe:

"Es handelt sich um die Tiefe (von irgendwo vorne bis irgendwo hinten) des scharf erscheinenden Raumes, also um die Tiefe der Schärfe. Nach den Regeln der deutschen Wortbildung ist dabei "Tiefe" das Grundwort, "Schärfe" das Bestimmungswort. Wenn man daraus nun ein Wort bildet, muss es demnach heißen: "Schärfentiefe"."

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Weiterführende Informationen

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