Videopraxis


Räumliche Tiefe und Modellierung. (Nur für professionelle Portraifotografen)!!

Hier habe ich einige der Standbilder von Samanthas Gesicht ausgewählt und auf den gleichen Bildausschnitt zurechtgeschnitten.

Was Sie hier schön beobachten können, ist, wie das Licht das Gesicht modelliert. Im Bild 1 spielen - im Gegensatz zu Bild 4 - Schatten um die Partie zwischen Nase und Mund und geben den Wangen am Jochbeinknochen unter den äußeren Augenwinkeln Konturen. Das läßt das Gesicht älter und reifer erscheinen. Im Bild 4 haben wir hingegen noch fast ein Kindergesicht mit sehr viel weniger Tiefe vor uns.

Für die Modellierung der Tiefenwirkung eines Gesichts spielt neben dem Licht und der Kameraposition vor allem der Abstand zwischen Kamera und Gesicht eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt: je geringer der Abstand, desto mehr Tiefenwirkung hat ein Objekt. Je größer der Abstand, desto flacher erscheint das Objekt. Wenn die Objekte im Raum hintereinander im Raum gestaffelt angeordnet sind, erscheint bei einem größeren Abstand zwischen Kamera und Motiv der Raum gestaucht. Vergleichen Sie die folgenden Aufnahmen vom gleichen Motiv hinsichtlich ihrer Raum- und Tiefenwirkung. Variiert wurde der Abstand zum Objekt und die Brennweite. Da meistens beide Parameter gemeinsam variiert werden, hängen sie indirekt miteinander zusammen. Um einen vergleichbaren Bildausschnitt zu bekommen, muss man bei größerer Entfernung die Brennweite vergrößern (das Bild heranzoomen). Entgegen einer weit verbreiteten Fehlannahme hat aber nicht die Brennweite, sondern der Abstand der Kamera den zentralen Einfluss auf die Tiefenwirkung des Bildes.

Räumliche Tiefe entsteht durch Licht und die Nähe der Kamera zum Objekt. Probieren Sie's aus!

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