Videopraxis


2. Lösen Sie Ihre Geschichte in Einstellungen auf!

Diese Regel ist ein absolutes filmisches Muss.

Ein Film besteht in der Regel aus einer Reihe von (Kamera-) Einstellungen. Es gibt Ausnahmen, wie z. B. Webshows. Um diese geht es hier aber nicht.

  1. Jede Szene muss in einzelne Einstellungen aufgelöst werden. Das kann man vergleichen mit einem Kapitel in einem Buch, das aus einzelnen Sätzen besteht. Jede Einstellung hat ihre unverwechselbare Funktion und ihren Platz im Gesamtgefüge einer Szene. Wenn Sie eine Szene filmen, drehen Sie mindestens ein Dutzend verschiedene Einstellungen. Bei jeder Einstellung verändern Sie Kameraposition und Bildausschnitt.
  2. Die Einstellungsgrößen (Totale, Habnah, Nah, Groß, Detail) sollen abwechslungsreich sein. Zwischen zwei Einstellungen sollten große Sprünge sein: nach einer Totalen eine Nah, nach einer Detailaufnahmen eine Halbnahe etc.
  3. Planen und arrangieren Sie jede Einstellung für sich. Denken Sie sich die Einstellung wie ein Foto, auf dem sich etwas bewegt.
  4. Setzen Sie Bewegungen der Kamera sparsam und nur mit Absicht ein.

Vermeiden Sie immer und absolut Zoom!

Schwenken Sie nur, wo sich dies anbietet oder nötig ist (bei einem Dialog, wenn Sie nur eine Kamera zur Verfügung haben)! Viele Schwenks erzeugen Unruhe, aber auch Authentizität. Das Mittel wurde oft bei Dogma-Filmen eingesetzt. Aktuelles Beispiel für diese Technik ist der Kriminaldauerdienst Freitag Abend im ZDF (unbedingt mal ansehen! Die aktuelle Folge ist auch im Internet verfügbar).

Die besten Kamerabewegungen sind die, wo die Kamera selbst ihre Position ändern (beim Gehen, Autofahren, etc.). Das erfordert allerdings etwas Übung, und ob das Material brauchbar ist, sehen Sie hinterher.

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