Videopraxis


Blendenvorwahl

Die Blendenvorwahl wird oft mit "AV" (ApertureValue - Blendenwert) oder "A" (Aperture - Blende) abgekürzt. Es wird der Wert für die Blende manuell vorgegeben, die Kamera regelt die Verschlusszeit und ggf. die elektronische Signalverstärkung (Gain).

Merke: Über die Blende hast Du Einfluss auf die Schärfentiefe.

Die Blende kann stufenweise oder stufenlos in einem bestimmten, von dem Objektiv und der eingestellten Brennweite abhängigen Bereich gewählt werden.

Im Regelfall sollte eine mittlere Blende gewählt werden, da es bei beiden äußeren Einstellungen zu bestimmten Bildfehlern kommen kann: Ist die Blende sehr groß, so ist die Blendenöffnung sehr klein (bei der Canon XM2 im Weitwinkel und Blende 8 beträgt die Öffnung lediglich 0,5 mm!). Hier treten an den Rändern der Blende Lichtbrechungen auf, die zu unscharfen Bildern führen können (Kanteneffekt).

Ist die Blende sehr klein, die Öffnung also sehr groß, so tritt ein anderer Bildfehler auf: Lichtstrahlen, die am Objektivrand einfallen, werden stärker gebrochen als die Strahlen, die durch die Mitte des Objektives einfallen. Diese Randstrahlen fallen bei offener Blende auf den CCD-Chip und können zu Bildunschärfen führen, insbesondere bei Gegenlichtmotiven. Bei einem leicht abgeblendeten Objektiv werden diese Randstrahlen abgedeckt und sind deshalb nicht mehr bildwirksam.

Beachte: Änderst Du während der Aufnahme die Blende, so ist dies unter Umständen durch einen Helligkeitssprung im Bild sichtbar, wenn die Blende bei Deiner Kamera nur stufenweise manuell veränderbar ist! Hier muss gegebenenfalls nachträglich ein Zwischenschnitt gedreht werden.

Stichworte im Kamerahandbuch

Im Handbuch zu Deiner Kamera findest Du weitere Informationen möglicherweise unter folgenden Stichpunkten:

  • Belichtung
  • Av
  • Blende
  • Zeitautomatik
Bearbeiten · Historie · Hochladen · Aktuelle Änderungen · Druckansicht · Intern · Zuletzt geändert am 07.02.2008 16:06 Uhr