Videopraxis


Richtiges Ausleuchten für Kontrast und Plastizität

Kontrast

Es gibt zwei Arten von Licht: hartes oder kontrastreiches Licht, welches scharfkantige Schatten erzeugt; bei dem also die Konturen klar sichtbar werden und weiches Licht, welches gleichmäßig hell ist, eher verwaschene, fließende Schatten erzeugt. Gutes Filmlicht sollte, wie in der Natur, aus weichem Grundlicht und akzentuierendem, hartem Sonnenlicht bestehen um Glanzlichter zu erzeugen.

Man unterscheidet verschiedene Arten der Lichtgestaltung:

  • High-Key-Bild
    Gleichmäßig helle Einstellung ohne harte Schatten
  • Low-Key-Bild
    Gleichmäßig dunkle Einstellung mit wenig hellen Bereichen, stark von Schatten geprägt
  • Ton-in-Ton-Bilder
    Hauptsächlich mittlere Töne, keine sehr hellen oder sehr dunklen Bereiche

Plastizität

Die wichtigsten Gegenstände und Personen des Bildes sollten plastisch hervortreten, das heisst durch eine geschickte Anordnung natürlicher und künstlicher Lichtquellen soll trotz der Zweidimensionalität des Videobildes ein räumlicher Eindruck entstehen. Schatten helfen uns, Plastizität darzustellen, Dinge zu strukturieren, sie vom Hintergrund abzuheben. Dabei gilt es jedoch darauf zu achten, dass die Helligkeitsunterschiede im Bild nicht zu kontrastreich werden: liegen zwischen hellen und dunklen Flächen kaum Graustufen, so gleitet das Motiv in eine undifferenzierte Schwarz-Weiß-Grafik ab, unterbeleuchtete Regionen „sacken ab” und lassen Objekte unkenntlich werden.

Auch zu lange, bzw. zu dominante Schatten stören das Bild eher: Zu lange Nasenschatten in den Gesichtern von Personen ziehen sich bis in die Wangen- oder Mundpartie; auch Schatten, die auf den Hintergrund fallen, wirken meist störend oder verdecken andere wichtige Bildelemente.

Bearbeiten · Historie · Hochladen · Aktuelle Änderungen · Druckansicht · Intern · Zuletzt geändert am 08.11.2007 14:31 Uhr