From Videopraxis

Ton: Aussteuerung

Aussteuerung


Quelle: sxc.hu

In allen Videokameras ist eine automatische Tonaussteuerung eingebaut, welche bei den meisten Geräten nicht auf manuelle Bedienung umzuschalten ist. Ähnlich wie bei dem in die Kamera eingebauten Mikrofon ist die automatische Aussteuerung ohne weiteres für die Aufnahme von allgemeinen Tonatmosphären ohne starke Schwankungen einzusetzen. Wenn jedoch aus diesem Hintergrund spezielle Töne und Geräusche aufgenommen werden sollen, ergeben sich störende Pegelschwankungen ("Atmen"). Diese Pegelschwankungen sind nur manuell zu umgehen. Da die Automatik sich immer auf das lauteste Geräusch der jeweiligen Aufnahmesituation einpegelt, ist für eine gezielte Tonaufnahme ohne manuelle Aussteuerung das Mikrofon so nah wie möglich an der Tonquelle zu platzieren.

Generell sollte so laut wie möglich ausgesteuert werden. Bei digitaler Aufnahme ist allerdings an der 0-dB-Marke Schluß (dB = deziBel). Alles was darüber hinausgehen würde ("lauter" wäre), wird "gekappt". Dies führt zu recht deutlich hörbaren Verzerrungen (Übersteuerung).

Steuert man zu leise aus, wird das immer vorhandene Grundrauschen stärker hörbar, da das eigentliche Tonsignal dieses eben nicht mehr so stark verdeckt.

Ein guter Anhaltspunkt ist die -12dB-Markierung in der Tonaussteuerungsanzeige der Kamera. Um diesen Wert sollte die Aussteuerungsanzeige im Normalfall schwanken. Laute Passagen sollten die Aussteuerungsanzeige bis auf max. -4dB auslenken – damit bleiben noch 4dB Reserve ("Headroom").

Retrieved from http://elearn.hawk-hhg.de/wikis/fields/Videopraxis/field.php/Ton/Aussteuerung
Zuletzt geändert am 03.03.2008 18:15 Uhr