Ökosozialer Ansatz
(in) der Sozialen Arbeit


Einleitung

In der sozial-ökologischen Wissenschaftsperspektive wird von einer umfassenden, Person und Umwelt einschließenden, Perspektive ausgegangen. Diese Perspektive beschäftigt sich vordergründig mit wechselseitigen Beziehungen, komplexen Zusammenhänge und orientiert sich dabei an längeren Zeiträumen. (vgl. Erath, 2006, S. 107)
Sozialarbeit wird immer dann von Nöten, wenn sogenannte Umweltbedingungen eine menschliche Selbstorganisation nicht ermöglichen oder verhindern. Es muss davon ausgegangen werden, dass der einzelne Mensch und die Einflüsse seiner Umwelt sich in einem direkten Prozess bedingen. Soziale Arbeit sollte deshalb versuchen, sowohl die Umwelt als auch die Person zu beeinflussen („Hilfe in erschwerten Lebenslagen“). Soziale Arbeit muss aufgrund dessen immer dem Menschen verpflichtet sein, jedoch auch die Herausbildung individueller Umweltbedingungen befördern. (vgl. Erath, 2006, S. 107)
Aufgabe ist es, den Einzelnen so handlungsfähig zu machen, dass er in seiner Umwelt kompetent leben kann! Es ist darüber hinaus Aufgabe des Sozialarbeiters, Ressourcen beim Klientel zu entdecken und diese zu stärken!
Programm und Aufgabe der ökosozialen Sozialarbeit können in drei Punkten verstanden werden: es geht hierbei um die Beeinflussung von Lebensführung, der Intervention in Mentalitäten und des ökosozialen Managements. Der ökosoziale Ansatz beinhaltet folgende Leitbegriffe: Haushalten, Selbstorganisation, Bewältigung, Transaktionen, Ressourcen, Bilanzierung, Nischen, Lebenswelt, Lebenslagen, Vernetzung und Kommunität in Milieu und Umwelt. Es wird versucht, den konkreten Lebenszusammenhang des Klienten in den Vordergrund zu stellen. So soll vermieden werden, dass nur einzelne Probleme bearbeitet werden. Die Perspektiven des Klienten sollen den Ausgangs- und Endpunkt aller Unterstützungsmaßnahmen bilden. Ziel ist es, dem Individuum die Anpassung an sein Umfeld zu ermöglichen und zugleich die Empfänglichkeit des Umfeldes für das Individuum zu fördern.


Im vorliegenden Informationswiki möchten wir einen umfassenden Überblick über den ökosozialen Ansatz (in) der Sozialen Arbeit geben.
Zunächst widmen wir uns der Theorie, wie sie in der Fachliteratur, z. B. von den amerikanischen Autoren Carrel B. Germain und Alex Gittermann sowie Wolf Rainer Wendt beschrieben wird. In diesem Zusammenhang greifen wir alle wichtigen Grundbegriffe auf, die mit der Theorie in Zusammenhang stehen.
Im zweiten Teil der Bearbeitung geben wir die von den Autoren beschriebene Theorie anschließend mit eigenen Worten und leicht verständlich wieder. Den Abschluss bildet ein eigenes Fazit zur Theorie des Ökosozialen Ansatzes (in) der Sozialen Arbeit.






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