Ökosozialer Ansatz
(in) der Sozialen Arbeit


A

Ablehnung /Widerstandsfähigkeit
Die Tendenz, vor früheren (schlechten) Umständen zurück zu schrecken, zurück zu springen oder sich davon zu entfernen.

Anpassung (Adaption)
Aktionen/Handlungen, welche unternommen werden, um eine Veränderung in einer Person oder der Umwelt zu bewirken bzw. zu erreichen oder beides, um damit das Person/Umwelt-Gefüge zu verbessern.

Anpassungsfähigkeit
Person/Umwelt-Austausch, welcher das menschliche Potential zur Veränderung unterstützt und fördert (befreit, frei lässt, begünstigt).

Ausbeutende Kräfte (Exploitative power)
Machtmissbrauch von herrschenden/führenden Gruppen, welche technische Umweltverschmutzung auf der gesamten Welt verursachen, die Gesundheit gefährden sowie das Wohlbefinden der gesamten Menschheit und im Besonderen das der ärmeren, benachteiligten Gemeinschaften.

Austausch
Kontinuierlicher Vorgang zwischen Mensch und Umwelt, in dessen Prozess beide voneinander beeinflusst werden.


B

Belastbarkeit/Widerstandsfähigkeit
Die Tendenz vor früheren (schlechten) Umständen zurück zu schrecken, zurück zu springen oder sich davon zu entfernen.

Bewältigung (Coping)
Maßnahmen zur Veränderung von Verhaltens- und Denkstrategien bezogen auf einen Selbst, die Umwelt oder die Interaktion zwischen ihnen, oder alle drei Punkte, um mit den negativen Gefühlen umzugehen, welche entstanden sind.


C


D


E

Eignung (Adaptedness)
Ein günstiges Person/Umwelt Gefüge, welches die menschliche Entwicklung und das Wohlbefinden fördert und die Umwelt bewahrt und bereichert.

Einschätzung, übergeordnete (Primary appraisal)
Bewusste oder unbewusste Prozesse innerhalb einer Person, mit welcher sie einschätzt, ob ein Problem relevant, harmlos oder ein Stressor ist. Ist es das letztere, muss eingeschätzt werden ob es schädigend ist oder einen Verlust bedeutet (oder ob der Schaden bereits erlitten wurde), es eine zukünftige Bedrohung, Schaden oder Verlust in Verbindung mit anderen Lebensproblemen oder Herausforderungen darstellt. Ein Stressor ist immer verbunden mit negativen Gefühlen, während eine Herausforderung in der Regel mit positiven Gefühlen verbunden wird.

Einschätzung, untergeordnete (Secondary Appraisal)
Einschätzung und Berücksichtigung von Maßnahmen, um mit einem Lebensstressor umzugehen.

Empathie
Ein einfühlendes Verstehen des Gegenübers und die Fähigkeit sich in das Gegenüber hinein versetzen zu können.

Externe Begleitung
Das Soziale Netzwerk beinhaltet vier Arten/Typen von Unterstützung: -Instrumentale – emotionale – informale – begutachtende


F

Familienmuster
Steht für die Tatsache, dass es immer einen Erwachsenen innerhalb einer Familie gibt, welcher sich um die anderen sorgt und somit zu den schützenden Faktoren zählt.

Fähigkeit/Kraft zur Kontrolle/Zwang (Coercive power)
Vorenthalten von Kraft/Leistung/Fähigkeit von Seiten einer dominanten Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe auf Grundlage von persönlichen oder kulturellen Eigenschaften/Merkmalen.


G

Gesellschaftszeit (social time)
Die erwarteten und unerwarteten Veränderungen, traumatische Erlebnisse, und andere Probleme innerhalb einer Familie, Gruppe, oder Gemeinschaft, und die konsequent positive Umgestaltung/ Umwandlung des Kollektivs oder gravierende Umorganisation, welche daraus entsteht.

Gottes Fügung/ Gottes Wille
Bezeichnung dafür, wenn eine Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.


H

Humor/Ironie
Lachen/Spaß fungiert in diesem Fall als Schutzfaktor um mit schwierigen Situationen umzugehen und hilft diese besser zu verarbeiten.

Hilfsbereitschaft / anderen helfen
Durch die Hilfe, welche man anderen gibt, hilft man sich selbst.


I

Individuelle Zeit /Eigene Zeit (individual time)
Die Lebenserfahrung eines jeden einzelnen Individuums, die Bedeutung der Erfahrung, welche sie für die Personen haben und die Ergebnisse im historischen Kontext und in der jeweiligen Kultur.


J


K


L

Lebensraum (Habitat)
Der Ort, wo sich Organismen befinden. Metaphorisch gesprochen: Jedes Umfeld, sozial oder physikalisch, in der sich Personen oder Personengruppen befinden/aufhalten.

Lebensstressoren
Lebensübergänge, traumatische Erlebnisse, sowie Druck aus der Umwelt oder persönlich, welcher das Person/Umwelt Gefüge stört und den Prozess der Anpassung.

Lebensverlauf
Spezifische, unvorhersehbare Wege der Entwicklung, welche die Menschheit in einer unterschiedlichen Umwelt und Kultur geht/unternimmt und ihre unterschiedlichen Lebenserfahrungen, welche sie mit einbringen von der Geburt bis ins hohe Alter.


M

Metaphorische Realität
"Im Reframingprozess ebenso wie in der Ericksonschen Trancearbeit findet die Veränderungsarbeit mit Individuen im wesentlichen innerhalb einer metaphorischen Realität statt, die den therapeutischen Kontext konstituiert und vom Therapeuten entsprechend seinem Glaubenssystem verbal und nonverbal kongruent etabliert wird. Mit dieser metaphorischen Realität wird die therapeutische Situation als triadische definiert: das Bewußtsein des Klienten, sein Unbewußtes (insgesamt bzw. in seinen jeweils relevanten Teilen) und die Person des Therapeuten bilden ein veränderungswirksames triadisches System, in dem jedes Element als Entität die Interaktionen der beiden anderen initiiert, schützt und fördert." (vgl. Thiesstahl.de Letzter Zugriff: 08.07.09)

N

Nische
Eine, von einer bestimmten Art, besetzte Position innerhalb einer Gemeinschaft. Metaphorisch gesprochen: Der soziale Status einer Person, welchen sie innerhalb einer Gemeinschaft einnimmt/besetzt.


O


P

Person/Umwelt-Gefüge
Günstige oder ungünstige Anpassung zwischen den Bedürfnissen, Kapazitäten, Verhaltensregeln und Zielen von Person und den Eigenschaften/Merkmalen der Umwelt.

Planung und Wendepunkte
Vorsorge und Planung bei wichtigen Entscheidungen.


Q


R

Rückmeldung (Feedback)
Innere und äußere Signale/ Rückmeldung zur Korrektur von Fehlern bezüglich einer Person von anderen Personen und der Umwelt, um diese zu verbessern um bei ähnlichen Problemen in der Zukunft, diese besser bewältigen zu können.


Resilienzforschung
"Unter Resilienz (v. lat. resilire "zurückspringen", "abprallen", deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) wird die Fähigkeit verstanden, auf die Anforderungen wechselnder Situationen flexibel zu reagieren und auch anspannende, erschöpfende, entäuschende oder sonst schwierige Lebenssituationen zu meistern." (vgl. Wikipedia.de Letzter Zugriff: 08.07.09)


S

Schutzfaktoren
Biologische, psychologische und/ oder umweltbeeinflussende Prozesse, welche dazu beitragen Stress zu verhindern, auf die Vorzeichen zu hören oder sie schneller zu verarbeiten (Situation verbessern)

Stress
Innerliche (physikalisch oder emotional) Reaktion auf Lebensstressoren, welche die eigenen oder die Umweltressourcen übersteigen und mit denen nicht mehr umgegangen werden kann.


T

Temperament
Beinhaltet Faktoren wie den Grad der Aktivität, Bewältigungsfähigkeit/Belastbarkeit und Zuschreibungen.


U

Umgebung/ Umwelt, weitere
Soziale Strukturen und Institutionen, welche grundlegende Ressourcen und Begleitung bereitstellen und in Wechselwirkung mit der Person stehen.


V


W

Wendepunkt
Der Lebenslauf kann von kritischen Wendepunkten beeinflusst werden.


X/Y/Z

Zeitgeschichtlich
Der geschichtliche Kontext des sozialen Wandels und die verschiedenen formenden Auswirkungen auf die unterschiedlichen Geburtenjahrgänge (birth cohorts).

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